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"Wissenschaft für alle?" -  Zwischenbericht & Factsheet

„Wissenschaft für alle?“ – Zwischenbericht & Factsheet

Wissenschaftskommunikation ist ein in den letzten Jahren stark gewachsenen Feld, sowohl was die Praxis angeht als auch deren Beforschung, die Science of Science Communication. Eine Frage wird dabei aber bisher vor allem im deutschsprachigen Raum eher stiefmütterlich behandelt: Wer wird eigentlich von Wissenschaftskommunikation erreicht und vor allem wer nicht?

Das Projekt „Wissenschaft für alle: Wie kann Wissenschaftskommunikation mit bisher nicht erreichten Zielgruppen gelingen?“, in dem auch in arbeite, möchte hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

In einem ersten Schritt haben wir uns dazu die bisherige Forschungsliteratur zu nicht erreichten Gruppen angeschaut und zwar nicht nur im Bereich der Wissenschaftskommunikation, sondern auch zu Politischer Bildung bzw. Partizipation, Gesundheitskommunikation, Inklusion, … . Also in Bereichen die vor ähnlichen Herausforderungen wie die Wissenschaftskommunikation stehen.

Exklusionsfaktoren

Ergebnis dieses Reviews ist ein Zwischenbericht, der den Stand der Forschung zusammenfasst und versucht, die in der Literatur genannten Ursachen für Nicht-Erreichen in einer Typologie zu systematisieren:

  1. Individuelle Faktoren
    • Alltags- / Lebenswelt, Alter, Ängste, Bildung, Desinteresse. Eingeschränkte Mobilität, Enttäuschungen /schlechte Erfahrungen, Fehlende Informationen, Finanzielle Ressourcen /Einkommen, Krankheit, Lese- und Rechtschreibfähigkeiten / Literacy, „ScientificLiteracy“, Sprache, Vertrauen, Werthaltungen, Zeitliche Ressourcen
  2. SozialeFaktoren
    • Behinderungen / Beeinträchtigung,Ethnische Herkunft / Nationalität, Fehlende Vertrautheit mit Wissenschaft /Habitus / Science Capital, GeringePopulationsdichte / -größe, Geschlecht / Gender, Kulturelle Barrieren,Regionale Zugehörigkeit (Stadt / Land), Sozioökonomischer Status
  3. StrukturelleBedingungen
    • Desinteresse / fehlendeWertschätzung durch den Anbieter, Fehlender Zugang zur Zielgruppe, Komplexität,Ort, Ressourcen zur Umsetzung spezifischer Angebote, Serviceangebote,Zeitplanung

Der komplette Zwischenbericht, inklusive Erklärungen der einzelne Exklusionsfaktoren und  Analysen von Praxisprojekten, kann online nachgelesen werden (PDF).

Factsheet

Wem die fast 100 Seiten zu viel sind, der kann auch einen Blick auf das Factsheet zum Zwischenbericht werfen. Hier wurden die wichtigsten Ergebnisse des Bericht sehr knapp auf zwei Seiten zusammengefasst:

Erste Seite des Factsheets zum Zwischenbericht. Ein Klick öffnet das Factsheet als PDF.
OpenAPC gibt Einblicke in Kosten für Open Access

OpenAPC gibt Einblicke in Kosten für Open Access

Open Access boomt und auch wir befassen uns mit diesem neuen Publikationsmodell in Lehre und Forschung: Etwa wenn wir mit Studierenden besprechen, wie neue Publikationsweisen die Wissenschaftskommunikation insgesamt verändern. Ein neues Projekt liefert jetzt Daten, die spannende Einblicke in diese Veränderungen versprechen. Keep Reading

Noch bis 31. August: Zahlreiche Fachbücher von De Gruyter kostenlos

Bei De Gruyter gibt es noch bis zum 31. August 2013 alle lieferbare Publikationen des Oldenburger Wissenschaftsverlags und des Akademie Verlags zum kostenlosen Download. Eine Übersicht über alle verfügbaren eBooks findet sich hier. Vertreten sind alle Fachrichtungen, wobei es sich – soweit ich das überblicke – fast ausschließlich um Einführungs- und Überblickswerke. Aber das muss ja nicht unbedingt etwas schlechtes sein.

Im Folgenden erkläre ich kurz, wie sich die Bücher herunterladen und – da man pro Kapitel eine Datei erhält – diese zu einer PDF zusammenfügen lassen. Keep Reading

BibTeX: Harvard Zitationsstil mit urldate

Bei der Arbeit mit LaTeX und BibTeX bevorzuge ich als Zitationsstil AGSM aus dem Harvard-Paket, leider wird bei diesem Stil aber nicht das letzte Zugriffsdatum auf eine URL angezeigt. Glücklicherweise gibt es eine Lösung für dieses Problem von Michael Tyson. Er hat die Stildefinition so angepasst, dass nun auch der Inhalt von urldate in der Bibliographie ausgegeben wird.

Alles was man dazu tun muss, ist die geänderte agsm.bst runterladen und die eigene damit überschreiben, alternativ kann man auf Linuxsystemen den hier angehängten Patch verwenden um die Datei zu ändern. Beides ist allerdings nicht upgradesicher.

Wenn alles geklappt hat, sollte die Bibliographie dann künftige so ähnlich aussehen:

AGSM Patch (1144 Downloads)

Präsentation: Euroskeptizismus im Europäischen Parlament

Im Sinne von Open Access möchte in an dieser Stelle in loser Folge der Öffentlichkeit Präsentationen und Hausarbeiten zur Verfügung stellen, die ich im Rahmen von Seminaren an der Universität Trier angefertigt habe. Ich bin mir dabei durchaus dem Umstand bewusst, dass diese Arbeiten wenig wissenschaftlichen Nutzen im eigentlichen Sinne haben. Nichtsdestotrotz können sie von Nutzen sein, etwa bei der Literaturrecherche zu einem Thema. Alle Veröffentlichungen stehen unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany License.

Den Anfang macht eine Präsentation zum Thema Europaskeptizismus im Europäischen Parlament. Dabei bin ich mir der berechtigten Kritik am Begriff „Europaskeptizismus“, wie sie etwa Chris Flood1 äußert, durchaus bewusst. Der Einfachheit halber wird in der Präsentation dennoch von „Europaskeptizismus“ bzw. „Euroskeptizismus“ gesprochen und nicht die bessere Bezeichnung „EU-Skeptizismus“ gewählt.

Präsentation Europaskeptizismus im Europäischen Parlament (773 Downloads)

  1. Flood, Chris: „Euroscepticism: A Problematic Concept“, UACES 32nd Annual Conference and 7th Research Conference, Queen’s University Belfast (September 2002).