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Mac OS

Bild des Mac OS X Wiederherstellungsmodus

Update auf Mac OS X 10.11.4 scheitert mit “sigkill on launchd”

Am 21. März hat Apple die jüngste Aktualisierung seines Betriebssystems Mac OS X für die Allgemeinheit freigeben. Normalerweise hatte ich mit solchen Updates bisher nie Probleme, selbst der Wechsel von 10.10 auf 10.11 verlief reibungslos.

Umso verwunderter war ich als nach der Installation der Aktualisierung mein MacBook nicht mehr starten wollte. Stattdessen startet der Rechner neu, nachdem im Hintergrund kurz eine Fehlermeldung zu sehen war. Teil dieser Fehlermeldung war unter anderem die Meldung “sigkill on launchd“.

SUIDGuard als Ursache

Wie sich herausstellte ist die Ursache für die Fehlermeldung ein kleines Sicherheitsprogramm names SUIDGuard. Dabei handelt es sich um eine Kernelerweiterung, die das Ausnutzen einer Sicherheitslücke in Mac OS X 10.10.5 verhindert.

Leider wird das Programm schon länger nicht mehr weiterentwickelt und so war es wohl bloßer Zufall, dass es nicht schon bei früheren Updates zu Problemen gekommen ist.

Lösung

Falls der Mac noch in den Wiederherstellungsmodus startet – was er eigentlich tun sollte -, so reichen folgende Schritte aus, um SUIDGuard zu entfernen und so sein System nach dem Update auf 10.11.4 wieder zum laufen zu bringen:

  1. Wiederherstellungsmodus starten durch gleichzeitiges Drücken von Befehlstaste und die R-Taste während des Startvorgangs
  2. Falls die Festplatte mit FileVault verschlüsselt wurde:
    Festplattendienstprogramm öffnen, Festplattenpartition auswählen und in der obersten Leiste erst auf Ablage und dann auf Schutz für “Macintosh HD” aufheben klicken. Das Festplattendienstprogramm danach wieder schließen.
  3. Terminal öffnen 1 und dort folgende Befehle eintippen (Macintosh HD dabei durch den Festplattennamen ersetzen, falls dieser abweichen sollte):
    cd /Volumes/Macintosh HD/Library/Extensions
    rm -r SUIDGuard.kext
    touch .
  4. Rechner neustarten

Danach sollte der Mac wie gewohnt starten und wieder funktionieren.

  1. Dazu in der oberen Leiste auf Dienstrprogramme und dann auf Terminal klicken.

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HowTo: EncFS unter Mac OS X 10.9 (Mavericks)

Möchte man seine Daten sicher in bei Dropbox, Google Drive, OneDrive oder sonst irgendeinem Clouddienst speichern, hat man prinzipiell mehrere Möglichkeiten. Man kann den Beteuerungen der Anbieter, dass sie ihre Dienste und Daten sicher speichern glauben schenken (Copy etwa wirbt damit, dass die Daten mit 256 AES verschlüsselt würden). Man kann selbst einen Cloudspeicher hosten, etwa mittels ownCloud. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass das ganze dann natürlich nicht kostenlos ist und auch nur sicher, wenn man entsprechende Ahnung von Serveradministration und -absicherung hat. Man kann aber einen der großen Dienste nutzen und die Daten dabei nochmal extra verschlüsseln.

Prinzipiell gibt es dafür mehrere Möglichkeiten: Eine der bekannteren dürfte das anlegen eines TrueCrypt-Containers sein, den man dann mittels Dropbox oder ähnlichem in die Cloud verfrachtet. Seit der Einstellung des TrueCrypt-Projekts sollte man die Software aber sofern möglich nicht weiter einsetzen. Was tun also, um seine Dateien in der Cloud verschlüsselt zu speichern? Die Lösung heißt EncFS.

EncFS ist ein Open-Source-Dateisystem, welches komplette Verzeichnisse mittels eines Passworts verschlüsseln und transparent ins Betriebssystem einbinden kann. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gilt das Programm als sicher. Es stammt aus der Unix-Welt und dort ist die Installation und Benutzung auch am einfachsten. Dennoch kann es auch unter Windows, Android und auch Mac OS X benutzt werden – wie man für letzteres vorgehen muss, wird im Folgenden beschrieben. Keep Reading

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